
Informationen zur Kehlkopfspiegelung
Der Kehlkopf (Larynx) liegt am Eingang der Lufröhre. Er besitzt ein knorpeliges Gerüst, ist mit zahlreichen Muskeln ausgestattet und in seinem Inneren mit Schleimhaut überzogen, Durch die Bewegungen der Stimmlippen erzeugt dieses Organ den Grundton unserer Stimme.
Der Kehlkopf wird unterteilt in den supraglottischen Raum mit Kehlkopfeingang und Kehldeckel, die so genannte Glottisebene mit den Stimmlippen und den subglottischen Raum unterhalb der Stimmlippen.
Die drei Ebenen des Kehlkopfs können mit einer Kehlkopfspiegelung untersucht werden.
Man schaut dabei insbesondere auf Veränderung der Schleimhaut und auf die Bewegungsabläufe der Stimmlippen.
Häufigstes Symptom bei Erkrankungen des Kehlkopfes ist Heiserkeit, neben Störungen der Stimme machen auch Schmerzen, ein Kloß- bzw. Fremdkörpergefühl oder ein andauernder Hustenreiz eine Untersuchung des Kehlkopfes notwendig.
Die Direkte Mikro - Laryngoskopie erfolgt in Narkose. Der Kopf des liegenden Patienten ist leicht nach hinten überstreckt. Der Operateur setzt einen Zahnschutz ein und führt ein hohles Metallrohr bis an den Kehlkopf bzw. bis vor die Stimmlippenebene ein.
Dieses Rohr wird mit einer speziellen Aufhängung in der endgültigen Position fixiert. Ein vorgeschaltetes Mikroskop erlaubt die direkte Einsicht bei Vergrößerung. Entfernung (z.B. Polypen, Tumoren etc.) werden mit speziellen Instrumenten und/oder einem Laser vorgenommen.
Wenn eine Probe entnommen wird, geht diese sofort zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) ins Elbeklinikum Stade zur Untersuchung.
Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung kann bis zu 2 Wochen dauern.
Nach der Operation besteht durch die Kehlkopfreizung Heiserkeit für etwa eine Woche. Es kann auch zu leichtem Schmerzgefühl und Schluckbeschwerden kommen.
Die Operationsdauer beträgt ca. 15 bis 30 min.
Kehlkopf von oben
