OAE(otoakustische Emissionen)
Säuglingsgehör
Vorsorgeuntersuchung
Eine unerkannte Schwerhörigkeit im Säuglingsalter kann schwerwiegende Folgen haben. In Deutschland werden die meisten schwerhörigen Kinder erst mit 5-6 Jahren erkannt. Da der Spracherwerb mit dem 2-3 Lebensjahr beginnt und damit auch die Entwicklung der kindlichen Intelligenz, kann entscheidende Zeit verloren werden, wenn man eine Hörschwäche übersieht.
Es gibt seit einiger Zeit einen Hörtest, der auch bei Säuglingen und Kleinkindern durchgeführt werden kann. Hierzu ist keine aktive Mitarbeit nötig. Über weiche Ohrsonden, die kurz in den Gehörgang eingeführt werden, kann die Funktion der Hörschnecke gemessen werden, deren einwandfreies Arbeiten eine unbedingte Voraussetzung des Hörvorganges ist.
Dieser Hörtest heißt: Otoakustische Emissionen oder abgekürzt OAE.
OAE sind aktive Schallphänomene, die das Ohr aussendet. Sie werden beim Hörvorgang in der Hörschnecke erzeugt und gelangen über die Gehörknöchelchenkette und das Trommelfell in den Gehörgang. Hier kann man sie mit einem sehr empfindlichen Mikrofon nachweisen.
Die OAE machen eine Aussage über die Funktion der Hörschnecke. Jeder Mensch hat OAE, wenn die Hörschnecke gesund ist.
